Der Zweite Teil
Im zweiten Teil unseres Blogs zum Zusammenhang von Emotionen, Stress und Organfunktion widmen wir uns der Frage, welche Adaptogene welche Organe besonders schützen und ihnen helfen, ihre Funktion zu bewahren.
Negative Emotionen schaden unseren Organen
Wenn wir negative Emotionen haben, schaden wir unseren Organen. Wenn es uns gelingt, die negativen in positive Emotionen zu verwandeln, helfen wir den Organen, sich gesund zu halten. Negative Gefühle werden neutralisiert bzw. in positive Gefühlszustände umgewandelt. Wir entfalten dann emotionale Intelligenz.
Wie können wir unsere Organe schützen?
Vielleicht kennen sie den Spruch “Jetzt ist das Mass voll”. Viele von uns kennen es: Stress akkumuliert sich, wird größer und größer, manchmal kommt es sogar zu einer Explosion negativer Emotion. Wir sind dann wütend, schreien, machen unserem Stress “Luft”. Oftmals wirkt der Stress aber schleichend und negativ und richtet damit Schaden an. Stress wird also “gespeichert”. Wie also, halten wir unseren Stress niedrig?
Wenn wir den Organen dabei helfen, negative Gefühle nicht ich sich zu speichern, gelingt es auch, das Negative in Schach zu halten und positive Gefühle in uns zu fördern. Doch nicht nur das.
Helfen wir den Organen, helfen wir auch unserer Psyche, denn negative Emotionen setzen sich nicht fest. Der Weg dazu ist unsere Organe stärker zu machen, sie zu unterstützen, durch die vielen Wirkstoffe, welche sich in den Adaptogenen befinden. Schritt für Schritt gelingt es dann auch, die negativen Emotionen zu neutralisieren und in positive zu verwandeln. Je schlechter unsere Organe aufgestellt sind, desto stärker schlägt Stress durch, desto weniger können unsere Organe die negativen Emotionen auffangen, neutralisieren, in positive umwandeln.
Wirtschaftlich gedacht: Stress macht Pleite:
Diese Sichtweise finden wir auch anderswo. Nehmen wir eine Firma, die unter Innovationsstress steht. Die Konkurrenz entwickelt neue Produkte und greift dadurch Umsatz und Mitarbeiter ab. Die“Organe“ der Firma, vor allem das Topmanagement, kommt damit nicht zurecht. Es klebt am Alten. Die Kommunikation im Unternehmen läuft schlecht. Die Mitarbeiter haben gute Ideen, sie finden kein Gehör. Folge: die Firma kann den Stress nicht verarbeiten. Früher oder später fliegt sie aus dem Markt. In den USA verschwinden jedes Jahr zehn Prozent der Firmen.
Wenn wir den Organen somit Energie geben, ihr Funktionieren erhalten, erreichen wir zweierlei:
1. Wir schützen die Organe vor negativen Emotionen, erschweren also ihre Schädigung; und wir erzeugen oder erhalten eine positive Emotionalität.
2. Wir erhalten oder fördern damit eine harmonische Beziehung zwischen Organen und Emotionen. In Ostasien nennt man es eine Harmonie zwischen Yang (Emotionen) und Yin (Organen). Diese stellt sich nicht in jedem Augenblick ein, aber auf Dauer. Langsam und stetig. Die Rückkopplung zwischen Organen und Emotionen bleibt länger in einem harmonischen Bereich.

Betrachten wir die obige Abbildung. Die Emotionen (Gesundheit) sind schwarz, die Organe (Stress) rot. Interessant: es findet sich ein roter oder ein schwarzer Punkt jeweils im Zentrum der entgegengesetzten Seite.
Roter Punkt in schwarzem Feld: Emotionen. Schwarzer Punkt in rotem Feld: Gesundheit.
Hier ist eine bessere Erklärung vonnöten.
Innerhalb des Stress YinYang gibt es eine konstante Wechselwirkung von Gesundheit und Stress. Diese Wechselwirkung hält das YinYang in Bewegung. Nun ist aber eines wichtig: INNERHALB des Stress YinYangs gibt es wiederrum Bewegung!
Zum Schwarzen Punkt: Das sind die Emotionen, die in den Organen „leben“. Wenn wir sie am Leben erhalten, erhalten wir auch die Funktion der Organe. Auch in den Emotionen haben wir einen roten Punkt, die Organe. Würden die Organe (rot) von den Emotionen (schwarz) überlastet, leidet ihre Funktion.
Was passiert also bei einem Ungleichgewicht?
Die Emotionen drängen die Organe zurück, das Rote wird weniger, das Schwarze in den Organen wird größer. Die Organe werden krank. Die Harmonie ist gestört. Eine wesentliche Ursache dafür ist Stress, wenn er chronisch wird. Stress regt dann nicht mehr an, sondern schadet dauerhaft. Die Lebensenergie leidet.
Das Gleichgewicht läßt sich wieder herstellen, wenn wir die Organe stärken. Sie können sich gegen die negativen Emotionen (Stress) besser schützen. Yin und Yang kehren in die Harmonie zurück.
Balanceakt Stress
Kräfte von Yin (Organe) und Yang (Emotionen) sind es, die in ihrem Zusammenwirken unsere Lebensenergie schaffen. Ob man an Yin und Yang nun glaubt oder nicht, ist nicht entscheidend. Was wir sagen: für die Erhaltung und Wiederherstellung eine müssen sich die Organe und die Emotionen in einem Gleichgewicht befinden.
Generell geht es, wie im vorangehenden Blog ausgeführt, um die Wechselwirkungen zwischen Körper und Geist (body und mind). Dies schließt die Wechselwirkungen zwischen den Emotionen (der Psyche), dem neurologischen System (Gehirn, Nervensytem) und dem Immunsystem ein. Adaptogene bauen einen Schutzwall gegen chronischen Stress, sie helfen , Organe gegen schädliche Einflüsse zu schützen, zu immunisieren. Es geht hier nicht um kleine Störungen der Organe, ausgelöst durch kurzfristige Signale von Stress, sog. akutem Stress. Diese helfen vielmehr, mobilisieren auch die Organe und Hormone, fördern also unsere Vitalität. Die Lebensgeister werden geweckt. Es geht um chronische Belastungen als Folge dauerhafter negativer Gefühle, die manche Menschen im Extremfall sogar in den Selbstmord führen können. Hier müßten wir etwas tun, die Organe schützen, ihnen helfen, damit sie nicht durch die negativen Emotionen überwältigt werden. Die negativen Gefühle durchbrechen unser Immunsystem, in der Psyche wie im Körper.
Wenn sie das leisten, verbessern sie nicht nur deren Funktionsweise, sie fördern auch die positiven und beschränken die negativen Gefühle, die in den einzelnen Organen „wohnen“. „Adaptogene … spielen daher eine große Rolle sowohl für das emotionale wie das physische Wohlbefinden“ (Winston & Maimes).
Welche Adaptogene helfen welchen Organen?
Werfen wir hierzu einen Blick auf die Tabelle.
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Organ
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Adaptogen
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Emotion
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Herz
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Jiaogulan, Reishi, Rhodiola, Ashwagandha, Eleuthero, Schisandra
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Übermäßige Freude
Ungeduld
Hass
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Nieren
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Ashwagandha , He shou wu (Fo-ti), Schisandra
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Angst und Furcht
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Lunge
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Astragulus, Cordyceps
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Traurigkeit und Kummer
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Leber
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Schisandra, Astragalus , Cordyceps, He shou wu (Fo-ti), Holy Basil, Jiaogulan, Goji, Reishi
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Zorn Ärger Wut
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Milz
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Cordyceps
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Sorgen Kümmerniss
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Die Tabelle zeigt, welche Adaptogene – Pflanzen und Vitalpilze – für ein bestimmtes Organ „zuständig“ sind. Wie wir sehen, gibt es für die meisten Organe mehrere Adaptogene. Die jeweils „führenden“ haben wir zuerst benannt sowie in roter Farbe angeführt. Bei den meisten Organen wissen wir nur, welche Adaptogene helfen, aber nicht, welche es besser machen. Wir stützen uns bei unseren Angaben auf die wissenschaftliche Literatur zu den einzelnen Adaptogenen. Einen guten Überblick gibt das Buch von Winston & Maimes, Adaptogens.
Was wir aus der Tabelle ersehen:
(1) Mit Ausnahme der Milz helfen den anderen Organen immer mehrere Adaptogene. Das bei der Milz nur der Vitalpilz Cordyceps aufgeführt ist, bedeutet nicht, andere Adaptogene seien wirkungslos, wir haben nur zu wenig Wissen darüber.
(2) Bei einigen Organen gibt es Favoriten: beim Herz sind es Jiaogulan, Reishi und Rhodiola, bei der Leber Schisandra. Das heißt nicht, die anderen helfen nicht. Wie bei der Milz haben wir nur noch zu wenig Wissen.
(3) Manche Adaptogene sind vielseitig, insbesondere Cordyceps, Jiaogulan, Reishi, Schisandra. Ashwagandha hat durchgängig eine beruhigende Wirkung auf die Psyche.
(4) Für alle Adaptogene gilt: Sie helfen, die Funktion der Organe zu normalisieren, sie halten sie im Gleichgewicht (Homöostase) und wirken deswegen auch auf die Psyche ausgleichend. Ob jemand krank oder gesund ist, ist nebensächlich. Adaptogene sind keine Medikamente. Sie helfen Gesunden und Kranken gleichermaßen.
(5) Adaptogene verfügen über vielfältige Aufgaben: Sie wirken auf das Gehirn, die Nerven, die Hormondrüsen (endokrine Drüsen), das Immunsystem, in dem sie deren Wirkungsweise normalisieren. Organe und Emotionen sind eine Funktion neben anderen.
Klarstellung: Adaptogene sind KEINE Medikamente
Obige Überlegungen erlauben uns auch, erneut auf eines der großen Mißverständnisse aufmerksam zu machen, nämlich, Adaptogene seien „Medikamente“. Wie kann etwas, was jemand, der gesund ist, und gesund bleiben will, der es als Nahrung einnimmt, isst, ein Arzneimittel sein. Wenn ein Arzt zu einem Kranken sagt, esse bitte mehr Gemüse, esse doch bitte einen Apfel am Tag, anstelle einen Energydrink zu nehmen, wird dadurch Gemüse, der Apfel, zu einer Arznei, welche es dann nur noch in Apotheken zu kaufen gibt? Adaptogene sind Pflanzen und Pilze. Früher hat man sie einfach so gegessen, heute sind sie, aus verschiedenen Gründen, „verarbeitet“. Werden sie dadurch zu Medikamenten. Wenn ich meiner Leber etwas gutes tun will, „füttere“ ich sie mit Schisandra. Ich kann Beeren nehmen, oder Pulver, oder Extrakte. Meine Leber arbeitet gut, sie ist gesund. Ich will sie auch in Zukunft gesund ernähren, damit auch die Emotionen harmoniserien, die in der Leber „wohnen“. Wenn ich jetzt krank bin, wird das gleiche Produkt eine Arznei? Übeall hören wir, trinke doch bitte mehr Wasser, 2 Liter pro Tag. Hält Dich gesund. Wenn Du krank bist, umso wichtiger. Meine Standwerke also ein Pharmaunternehmen. Genauso, wie man Wasser therapeutisch nutzen kann (Wassertherapie nach Kneipp), kann man das auch mit Brocolli machen – und mit Adaptogenen. Broccoli sind gut für das Herz. Jiaogulan auch.
Zusammenfassung:
Was wir zeigen wollen, ist einfach, und kann auch von jedermann selbst, am eigenen Körper gespürt werden.
Stress, Emotionen und Gesundheit befinden sich in einem hochkomplexen Wechselspiel und manchmal sogar im Konflikt, der ihre Beziehung - und damit unseren gesamten Körper, belasten kann. Dahinter steht eine bestimmte „Theorie“. Es gibt andere. Keine ist der anderen überlegen. Wir brauchen alle. Wer sagt, nur so ist es, das andere taugt nicht, argumentiert dogmatisch.
Bestimmte Heilpflanzen/pilze, lassen sich mit bestimmten Organen und damit Emotionen verknüpfen. Fängt der Stress an chronisch oder dauerhaft zu werden, und damit die Gefahr besteht, daß die Organe leiden, dann helfen Adaptogene, die Organe zu schützen. Sie schaffen eine Art Schutzwall gegen die stresserzeugten Emotionen. Sie wirken damit präventiv. Dauern die negativen Emotionen weiter an, dann helfen die Adaptogene immer noch, a aber sie können dann Schädigungen der Organe nicht mehr aufhalten.
Was können wir machen für unsere Gesundheit? Hilfestellungsversuch
Ich tue meinen Organen etwas Gutes. Bereits das Tunwollen spüren die Organe. Ich achte sie, ich helfe ihnen. Der nächste und entscheidende Schritt: sie machen tatsächlich etwas. Wie? Sie schenken den Organen Wirkstoffe, die sie brauchen, um besser arbeiten zu können. Wenn wir das machen, stärken wir die Organe, verringern die negativen und verstärken die positi ven Emotionen. Wir schaffen damit, wie es in der Kybernetik heißt, eine postive Rückkopplung zwischen Emotionen und Organen.
Wir danken Ihnen für Ihre Zeit.
Jul 12 2011 08:07:37